Die Schüler*innen unserer Schule bringen sehr unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Entwicklungsschwerpunkte und Bildungsgänge mit. Viele von ihnen haben zudem belastende schulische Vorerfahrungen gemacht. Wiederholte Misserfolge führen häufig zu Unsicherheit, geringer Lernmotivation und Zweifeln an der eigenen Leistungsfähigkeit. Es ist daher ein zentrales Anliegen unserer pädagogischen Arbeit, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken, positive Lernerfahrungen zu ermöglichen und individuelle Fortschritte sichtbar zu machen.

Grundlage hierfür sind verbindliche schulische Strukturen und Verfahren, die individuelle Förderung, systematische Diagnostik und eine klare, transparente Leistungserziehung miteinander verbinden.

Förderstruktur und Differenzierung

Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Förderschwerpunkte gestalten wir Unterricht und Förderung individuell und differenziert. Innere und äußere Differenzierung bilden dabei die Grundlage unserer Arbeit.

In der Primarstufe ermöglicht die flexible Schuleingangsphase ein Lernen im eigenen Tempo. Durch gezielte Förderangebote und Kleingruppen können Lernstände intensiv aufgegriffen werden. Die Klassen sind förderschwerpunktübergreifend zusammengesetzt.

In allen Stufen wird insbesondere bei Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt Lernen stark differenziert unterrichtet. Lerninhalte, Methoden und Anforderungen werden individuell angepasst, um dem jeweiligen Leistungsstand gerecht zu werden und kontinuierliche Lernfortschritte zu ermöglichen.

Ab Klasse 5 erfolgt eine stärkere Ausrichtung an Bildungsgängen und individuellen Lernvoraussetzungen. In der Abschlussstufe findet eine weiterführende Differenzierung im Hinblick auf mögliche Schulabschlüsse statt.

Förderdiagnostik und individuelle Förderplanung

Die individuelle Förderung aller Schüler*innen basiert auf einer systematischen und verbindlichen Förderdiagnostik. Im Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung arbeiten wir mit der MesK (Matrix emotionaler und sozialer Kompetenzen). Ergänzend werden diagnostische Verfahren in den Förderschwerpunkten Lernen und Sprache eingesetzt, um Lernstände differenziert zu erfassen.

Auf Grundlage dieser Diagnostik wird für jeden Schülerin ein individueller Förderplan erstellt. Darin werden konkrete Entwicklungsziele in mehreren Förderbereichen sowie mindestens ein fachbezogenes Ziel festgehalten. Die Förderplanung wird zu Beginn des Schuljahres erstellt, mit den Erziehungsberechtigten und den Schüler*innen besprochen und mindestens halbjährlich überprüft und angepasst.

So stellen wir sicher, dass Förderziele verbindlich verfolgt, Lernfortschritte dokumentiert und pädagogische Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Leistung und Lernentwicklung

Die Leistungsbewertung erfolgt bei zielgleich unterrichteten Schüler*innen auf Grundlage der geltenden Richtlinien und Lehrpläne des Landes Nordrhein-Westfalen. Die entsprechenden Vorgaben werden verbindlich umgesetzt.

Bei Schüler*innen im Bildungsgang Lernen steht die individuelle Lernentwicklung in besonderer Weise im Mittelpunkt der Beurteilung. Hier werden Fortschritte, Anstrengungsbereitschaft und erreichte Kompetenzen differenziert betrachtet und dokumentiert.

Klare Anforderungen, nachvollziehbare Bewertungsmaßstäbe und regelmäßige Rückmeldungen geben allen Schüler*innen Orientierung. Reflexionsphasen im Unterricht, feste Gesprächstermine im Schuljahr sowie die enge Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten unterstützen die kontinuierliche Lernbegleitung.

Fehler werden als Bestandteil des Lernprozesses verstanden. Kooperative Lernformen, binnendifferenzierte Angebote und ein positives Lernklima tragen dazu bei, Leistungsbereitschaft und Selbstverantwortung zu stärken.